Bezüge versteppt


Die Stepptechnik hat ebenfalls großen Einfluss auf das Liegegefühl und die Qualität der Matratze. So vermitteln relativ kleine Steppmuster eine festere Oberfläche, großvolumige Steppbilder eine anschmiegsamere Oberfläche.

Bei der Stepptechnik zur Herstellung der Bezüge muss man unterscheiden zwischen der für die Serienherstellung eingesetzten Vielnadelsteppung und der mehr für die höherwertige Fertigung eingesetzten Einnadelsteppung:

Einnadelsteppung

Die Einnadelsteppung setzt ein vorheriges Schneiden der zu versteppenden Materialien voraus. Diese werden dann per Hand in einen Holzrahmen gespannt. Die Materialien bekommen so eine Vorspannung. Der Vorteil: wesentlich mehr Material, bezogen auf die Stärke und die Anzahl der Schichten sowie in Bezug auf die Verdichtung der Vliese, kann hier eingesetzt werden.

Ferner kann das Material bei der Einnadeltechnik nicht nur in lockerer Form eingebracht werden, es kann auch ohne Beeinträchtigung im späteren Gebrauch großflächiger versteppt werden.

Die Einnadelsteppung ermöglicht anspruchsvolle Steppmuster.
 


Vielnadelsteppung

Bei der Vielnadelsteppung werden die gesamten Schichten von großen Rollen aus gleichzeitig über einen Nadelbalken gezogen. Auf dem Nadelbalken sind, je nach Steppbild, bis zu 93 Nadeln, die die Polsterschichten miteinander versteppen.

Der Nadelbalken bewegt sich dabei computergesteuert nach links und rechts, und es entsteht im Zusammenhang mit dem Vorschub das gewünschte Steppbild.

Die Vielnadelsteppung ist eine schnelle und wirtschaftliche Form, Bezugsstoffschichten miteinander zu versteppen.